Unser Abfallkonzept - Das Bessere Müllkonzept - Vermeiden Statt Verbrennen e. V.

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Unser Abfallkonzept


Das Fazit unseres Afallwirtschaftskonzepts

Dies ist - die Überschrift sagt es - das Fazit der einzelnen Kapitel unseres AWK. Das komplette Konzept können sie als pdf-Datei (derzeit 26 DIN A4-Seiten) zum Lesen und/oder Ausdrucken hier herunterladen.

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Eimergrössen und Müllgebühren

Nach wie vor fordern wir neben der 120 Liter-Tonne die 60 Liter-Tonne, da sie eine Reihe von Vorteilen bietet: Anreize zur Müllvermeidung und dadurch zur maximalen Nutzung von Recyclingangeboten, sowie Senkung der individuellen Müllgebühren. Entsprechende arbeitsmedizinisch geprüfte Systeme sind verfügbar.

Hausmüll

Hausmüllvermeidung hat oberste Priorität. Ablagerung von nicht vermeidbarem Hausmüll auf Deponien jeder Art ist genauso zu vermeiden wie Verbrennung, da die Deponie-Kapazitäten bald erschöpft sein werden und bei der Verbrennung Probleme durch Abgasemissionen, sowie Verbrennungsrückstände und deren Lagerung entstehen. Vermeidung wird durch entsprechend dimensionierte Behältergrößen, attraktive Müllgebühren, Förderung der Getrenntsammlung und gezielte Öffentlichkeitsarbeit gefördert.

Wilde Müllablagerungen

Wilde Ablagerungen von Abfällen werden sich nicht vollständig vermeiden lassen. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit muss das Müllbewußtsein der Bürger sensibilisiert werden. Wilder Müll muss häufig beseitigt werden, da Müll neuen Müll anzieht.

Klärschlamm

Klärschlamm ist ein Wertstoff, der einem biologisch natürlichen Kreislauf zugeführt werden muss. Daher ist darauf zu achten, dass Klärschlamm nicht unnötig verunreinigt wird. Deponierung, Export, sowie Trocknung/Verbrennung von Klärschlamm sind abzulehnen, da sie viele Probleme beinhalten bzw. generieren. Das Vermeidungspotenzial ist durch verursachergerechte Gebühren zu aktivieren. Den Verursachern von Klärschlamm muss dies alles durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit vermittelt werden.

Giftmüll

Giftmüll ist die gefährlichste Form des Abfalls überhaupt. Mittlerweile ist sich die breite Öffentlichkeit dieser Tatsache bewusst, was dazu geführt hat, dass mehr und mehr Produkte gekauft werden, die keine Sondermüllkomponenten enthalten, wodurch das Aufkommen stark zurückgegangen ist. Ebenso hat es dazu geführt, dass Sondermüllbehandlungsanlagen weitgehend überflüssig geworden sind. Nach wie vor muss jedoch sichergestellt werden, dass weiterhin anfallender Sondermüll nur in geeigneten Anlagen und möglichst nahe beim Entstehungsort fachgerecht entsorgt wird. Die Vermischung mit normalem Müll und damit die Deponierung bzw. Verbrennung in normalen Anlagen muss ausgeschlossen werden.

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Elektronikschrott

Elektronische Altgeräte dürfen nicht auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen entsorgt werden. Sie müssen fachgerecht zerlegt, fraktioniert und so weit wie möglich einer stofflichen Wiederverwertung zugeführt werden. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit muss der Bevölkerung der Wert der Altgeräte aber auch die Gefährlichkeit der in ihnen enthaltenen Komponenten bewusst gemacht werden, die eine Entsorgung als Restmüll verbietet.Ausnahmen: Waschmaschinen, Geschirrspüler, Wäschetrockner, Herde und Kühlschränke.

Biologische Wertstoffe

Biologische Wertstoffe (Biomüll) sind,soweit möglich, dezentral an ihrem Entstehungsort wiederzuverwerten. Geeignete Aufbereitungsgeräte (Häcksler, Komposter, etc.) können als Leihgeräte zur Verfügung gestellt werden, oder die Anschaffung kann finanziell gefördert werden. Wo die dezentrale Wiederverwertung nicht machbar ist (z. B. in Städten), müssen die biologischen Wertstoffe getrennt von anderen Wertstoffen bzw. vom Hausmüll dem Entsorger zur Verfügung gestellt werden. Über die Gebührenordnung muss ein Anreiz zur Getrenntsammlung gegeben werden.

Wertstoffhöfe

Die Wertstoffhöfe im Landkreis sind flächendeckend beizubehalten. Die Erfassung der Wertstoffe muss umfassender und sortenreiner erfolgen, als dies derzeit geschieht, um sie einem möglichst vollständigen, Ressourcen schonenden Recycling zuführen zu können. Hierzu ist das Personal der Wertstoffhöffe umfassend zu schulen. Für gebrauchte, aber noch funktionsfähige Produkte muss die Möglichkeit geschaffen werden, diese wiederzuverwenden. Dazu müssen auf den Wertstoffhöfen eine Art von Tauschbörsen bzw. Gebrauchtwarensupermärkten geschaffen werden. Stoffe, die nicht wiederverwertet werden können, dürfen von den Wertstoffhöfen nicht angenommen werden. Über den Verbleib der Wertstoffe, bzw. der einzelnen Fraktionen müssen Mengenstromnachweise erstellt werden.

Ergänzend zum Bringsystem der Wertstoffhöfe sollte der Landkreis ein Holsystem mit Wertstoffbehältern (Mehrkammertonnen) für umfassend recyclebare Stoffe (Glas, Weißblech, Aluminium, etc.) anbieten.

Wohnanlagen

In diesem Kapitel werden nur die Aspekte aufgeführt, die spezifisch für Wohnanlagen sind. Bezüglich des Umgangs mit und der Vermeidung von Müll gelten die Forderungen des Kapitels Hausmüll.

Für Wohnanlagen müssen Systeme eingerichtet bzw. erhalten werden, die eine gewichtsbezogene Gebührenberechnung pro Mieter ermöglichen. Der Anreiz zur Müllvermeidung ist durch eine entsprechende Gestaltung der Gebühren zu fördern (niedrige Grundgebühr, hohe Gewichtsgebühr).

Behandlung von Restmüll

Langfristig wird eine kalte Behandlung von Restmüll angestrebt. Bis dahin müssen die Risiken der MVA Böblingen minimiert werden. Dies bedeutet lückenlose Überprüfung der zugeführten Materialien, Vermeidung von Störfällen, speziell in den Bereichen vor der Verbrennung (Bunker), möglichst kontinuierliche Emissionsüberwachung an beiden Verbrennungslinien, vollständige Reinigung von Rauchgasen, auch solcher, die durch Störfälle vor der eigentlichen Verbrennung entstehen. Die Bevölkerung des Landkreises muss regelmässig über die Messergebnisse informiert werden. Dies gilt im besonderen Maße bei Störfällen.

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