Umwelttipps - Das Bessere Müllkonzept - Vermeiden Statt Verbrennen e. V.

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Unsere Sammlung interessanter Tipps. Die Themenbereiche umfassen Ernährung, Freizeit, Gesundheit, Haushalt, Haus und Garten, Verbraucherschutz, Technik, Verkehr, und, und, und . . . Natürlich immer mit einem Blick auf die Umwelt.

Wenn Sie einen guten Tipp für unsere Sammlung haben, schreiben Sie uns eine e-mail. Bestimmen Sie dabei auch, ob wir als Quelle Ihren Namen (oder was immer) unter den Tipp schreiben sollen.
Und wenn Sie feststellen, dass ein Link auf dieser Seite ins Nirwana führt, schreiben Sie uns bitte ebenfalls.


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      (Der jeweils neueste Tipp ist fett grün geschrieben)


Nicht nur in der Schule klasse: Recyclingpapier mit dem Blauen Engel

Kaufen Sie Papierprodukte aus Recyclingpapier. Entsorgen Sie benutztes Papier getrennt (Altpapier-Container, Blaue Tonne, andere Altpapier-Sammlungen).

Die Herstellung von Papier belastet die Umwelt stark: Sie benötigt viel Holz, Energie und Wasser und kann zur Einleitung gefährlicher Chemikalien in Gewässer führen. Durch den Einsatz von Altpapier und beste verfügbare Techniken bei der Produktion von neuem Papier können diese Umweltbelastungen stark reduziert werden.

Außerdem: Für fast jeden Papierbedarf gibt es ein passendes Recyclingpapier. Ob für Drucker oder Kopierer, für Klopapier oder Küchenrolle, ob weiß oder bunt: Recyclingpapier kann fast überall bedenkenlos eingesetzt werden. Der Blaue Engel garantiert dabei, dass die Papierfasern zu 100 Prozent aus Altpapier gewonnen werden.

Was Sie noch tun können:

  • Bestellen Sie unerwünschte Kataloge, Prospekte und Zeitschriften ab: Per Anruf aus Verteilerlisten streichen lassen oder Prospekte retour mit dem Vermerk „zurück an den Absender“.

  • Digitalisierung von Dokumenten und Scan-to-E-Mail sparen Papier und Archivraum.

  • Informationen im Internet machen manches Archivieren überflüssig.

  • Bringen Sie das Altpapier zu Fuß oder per Fahrrad an seinen Bestimmungsort. Sparen Sie sich damit zusätzliche Spritkosten durch einen Transport mit dem Auto.

  • Auch bei Recyclingpapier gilt: Sparsam verwenden.

  • Nutzen Sie beim Papier beide Seiten.

  • Nutzen Sie bei Druckern – wenn vorhanden – die Duplex-Funktion (beidseitiges Drucken) und die Verkleinern-Funktion (2 Seiten auf 1 Seite drucken).

  • Green-Printing-Software entfernt leere Seiten und unnötige Informationen aus der zu druckenden Datei.


Quelle: Umweltbundesamt

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Kaufen und benutzen Sie Mehrwegflaschen – am besten aus der Region

Wenn Sie Getränke kaufen:

Geben Sie Mehrwegflaschen den Vorzug
Sie sind umweltfreundlicher als Einwegflaschen. Der Energie- und Ressourcenverbrauch für Rücktransport und Reinigung ist bei Mehrwegflaschen geringer als der zusätzliche Herstellungsaufwand für Einwegflaschen. Dies gilt umso mehr, je regionaler der Vertrieb und je höher die Zahl der Wiederbefüllungen sind.
Das bedeutet auch: Mehrwegflaschen aus der Region sind aus Umweltsicht erste Wahl. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Glas- oder PET-Mehrwegflaschen handelt. Allerdings ist es durch das Pflichtpfand auf Einweggetränkeverpackungen schwieriger geworden, echte Mehrwegflaschen richtig zu erkennen. Mehrwegflaschen erkennen Sie teilweise am Logo „Mehrweg – Für die Umwelt“ oder am Blauen Engel.

„Zerknitterbare“ Plastikflaschen sind immer Einwegflaschen
Sie werden nicht wiederbefüllt, sondern geschreddert und recycelt. Eine gute Möglichkeit, Einwegpfandflaschen von Mehrwegpfandflaschen zu unterscheiden, ist das DPG-Symbol auf Einwegflaschen und die Pfandhöhe. Das Einwegpfand beträgt einheitlich 25 Cent, das Mehrwegpfand beträgt gewöhnlich acht oder 15 Cent.

Was Sie außerdem wissen sollten
Mehrweg-Glasflaschen sind ökologisch vorteilhaft, Einweg-Glasflaschen hingegen nicht. Mehrweg-Glasflaschen schneiden aus Umweltschutzsicht deswegen so gut ab, weil sie bis zu 50-mal befüllt werden können und so die Produktion von vielen Flaschen vermieden werden kann.
Bei Einweg-Getränkeverpackungen schneiden der Getränkekarton und Schlauch-, oder Standbodenbeutel vergleichsweise gut ab.

Und noch ein Tipp
Trinken Sie Wasser aus dem Wasserhahn: Trinkwasser ist in Deutschland von sehr guter Qualität, wird laufend kontrolliert und ist das mit Abstand billigste und umweltfreundlichste Getränk! Mit einem Sprudelmacher lässt sich auch ganz einfach „spritziges“ Wasser selber herstellen. Das erspart einem das krumme Kreuz (vom Kistenschleppen in den vierten Stock) und eine Menge Geld.

Was Sie noch tun können
Achten Sie auf die regionale Herkunft der Getränke. Je weiter die Getränke transportiert werden, desto höher werden die Umweltbelastungen.

Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/umweltbewusstleben/mehrwegflaschen

Mehr Informationen über Plastikflaschen finden Sie auf  www.vermei.de unter dem Meüpunkt PET-Flasche

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Kunststoffe: Gefährliche Weichmacher meiden

Kunststoffe machen das Leben modern, bequem und bunt. Damit sie ihre Funktion erfüllen, enthalten sie chemische Zusätze, die teilweise gefährlich sind. Vor allem das seit langem umstrittene PVC (häufig erkennbar an dem Recyclingcode "03") enthält große Mengen an Weichmachern, die so genannten Phthalate. Die Produkte - ob Puppenkopf, Scoubidou, Wasserball oder Regenjacke - bestehen oft zu mehr als einem Drittel aus Weichmachern. Phthalate können bei männlichen Tieren die Fortpflanzungsorgane schädigen und zu Entwicklungsstörungen bei den Nachkommen führen. Einer der am häufigsten eingesetzten Weichmacher aus dieser Stoffgruppe ist DEHP (Di(2-ethylhexyl)phthalat). Er steht im Verdacht, auch auch die menschliche Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen.

Hautschweiß und Speichel lösen Weichmacher aus dem Kunststoffverbund, an Staub gebunden gasen sie auch aus. Der Mensch nimmt sie über Haut, Mund und Atmung auf. Auch fettreiche Lebensmittel können mit Phthalaten belastet sein, die durch Verarbeitung, Verpackung oder über die Umwelt in die Nahrung gelangen. Säuglinge und Kinder bekommen besonders viel davon ab, wenn sie an Weich-PVC lutschen oder kauen. Hier sind einige Tipps:

  • Wenn schon Plastikspielzeug, dann nicht aus PVC. Aus Polypropylen "PP" oder Polyethylen "PE" hergestellt ist es weniger bedenklich als PVC-Produkte. Fragen Sie danach!

  • Schützen Sie sich mit gewachster Baumwolle, Stiefeln und Sohlen aus echtem Gummi, Polyester und Polyamid vor Nässe, nicht mit schädlichen PVC-Produkten!

  • Unter den Baumaterialien finden Sie qualitativ hochwertige Bodenbeläge, Kabelummantelungen, Schläuche, Außenplanen oder Tapeten aus chlor- und weichmacherfreien Materialien (PE, PP) sowie "Natur"-Produkte wie Linoleum, Kork, Holz und Papier.

  • Verwenden Sie beim Renovieren möglichst weichmacherarme oder -freie Farben und Kleber! Achten Sie auf den Blauen Umweltengel.

  • Es gibt Unterbodenschutz für Autos ohne PVC. Verlangen Sie diese weichmacherarmen, chlor- und bromfreien Alternativen!


Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

Zu diesem Themenkreis haben wir eine Anfrage an die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gericht: Sind Weichmacher in Bag-in-Box-Verpackungen enthalten und wenn ja, welche? Die Antwort:

"Vielen Dank für Ihre Anfrage zu Weichmachern in Bag in Box-Systemen. Sie möchten wissen, ob sich Weichmacher aus den verwendeten Materialien herauslösen. Gerne geben wir Ihnen hierzu Auskunft.

  • LDPE ist ein Polyethylen mit geringer Dichte und wird aus Polyethylen (PE) hergestellt. Es wird im Lebensmittelbereich oft eingesetzt; hauptsächlich als transparente Folie.

  • EVOH (Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer) gilt als gutes Barrierematerial gegenüber Sauerstoff und Aromen. Da es Wasser anzieht, wird es mit anderen wasserabweisenden Materialien kombiniert.


Wir haben für Sie beim CVUA Stuttgart (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt) nachgefragt, ob in diesen Materialien möglicherweise Weichmacher enthalten sind. Laut Aussage des Amtes werden Lebensmittelverpackungen regelmäßig untersucht - auch die so genannten Bag-in-Box-Verpackungen aus LDPE und EVOH. Bei den Untersuchungen wurden bisher noch keine Weichmacher nachgewiesen. Insofern besteht momentan kein Anlass, auf diese Verpackungen zu verzichten."


Weitere umfangreiche Informationen zur Verpackungsmaterialien:
http://www.bfr.bund.de/de/gesundheitliche_bewertung_von_materialien_in_kontakt_mit_lebensmitteln-227.html

Informationen, in welchen Kunststoffen allgemein Weichmacher enthalten sein können, finden sie unter
http://www.vz-bawue.de/UNIQ132618941225277/Kunststoffe

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Feinstaub aus Kamin und Holzofen - ein unterschätztes Problem

Ein Holzfeuer im Kamin oder Kaminofen sorgt für gemütliche Wärme. Werden Kamine oder Kaminöfen jedoch falsch betrieben oder haben technische Mängel, erzeugen sie gleichzeitig auch beißenden Rauch. Qualmt der Schornstein zu häufig, beeinträchtigt dies die Nachbarschaft.
Besonders im Winter steigt der Schadstoffgehalt der Luft.

Die mehreren Millionen kleinen Holzfeuerungsanlagen stoßen in Deutschland insgesamt etwa soviel gesundheitsschädlichen Feinstaub aus, wie die Motoren von Pkw, Lkw und Motorrädern. Feinstaub kann die menschliche Gesundheit erheblich beeinträchtigen.
Er wirkt negativ auf die Atemwege - Husten und die Zunahme asthmatischer Anfälle sind die Folge - sowie auf das Herz-Kreislauf-System. Das Umweltbundesamt sagt daher, dass kleine Holzfeuerungsanlagen sauberer werden müssen. Der Ausstoß von Feinstaub muss drastisch abnehmen. Bis zum Januar 2015 müssen Holzöfen, die vor 1975 eingerichtet wurden, die neuen Grenzwerte durch Nachrüstung einhalten oder stillgelegt werden. Dies betrifft in den kommenden Jahren auch jüngere Modelle.

Ein Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen
Richtig verwendet, ist Holz ein umweltgerechter Brennstoff. Mit gut aufbereitetem Holz aus Ihrer Region, einer modernen Feuerstätte und einer sachgerechten Handhabung können Sie dazu beitragen, dass Ihr Holzofen oder Holzkessel für behagliche Wärme sorgt und die Umwelt nicht allzu sehr belastet. Die Umwelt und Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken!
Ausführliche Informationen, auch zu den rechtlichen Anforderungen nach BImSchV, sind im aktuellen Ratgeber "Heizen mit Holz" des Umweltbundesamtes zu finden unter: www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/korr._05.03._2014_heizen_mit_holz_din_a5.pdf


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Elektronikschrott vermeiden

„Jedes Jahr ein neues Smartphone.“ Mit solchen und ähnlichen Slogans werben Mobilfunkanbieter.

Der Kunde freut sich, denn so kann er sich regelmäßig mit den neusten Geräten ausstatten. Die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Unterhaltungselektronik sind allerdings weit weniger erfreulich. Denn für die Herstellung immer leistungsstärkerer Smartphones, Laptops, Computer und Spielekonsolen werden seltene Erden wie Coltan benötigt, die oft unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen werden. Eine der wenigen Lagerstätten hierfür liegt beispielsweise im Kongo, wo seit Jahren gewaltsame Auseinandersetzungen um den Zugang, die Kontrolle und den Handel mit diesem Rohstoff existieren. Die andauernden Konflikte und der rücksichtslose Abbau der Rohstoffe bedrohen die Natur in diesem Gebiet, in dem zahlreiche seltene Tierarten beheimatet sind. Neben dem hohen Bedarf an Rohstoffen für elektronische Geräte werden bei deren Herstellung viel Energie und Wasser benötigt. Angesichts des kurzen Lebenszyklus von Produkten der IT-Branche ist der Ressourcenverbrauch, verglichen mit anderen Waren, deswegen besonders hoch. Am Ende ihres kurzen Lebens werden die Geräte zu Elektronikschrott, der Schwermetalle, giftige Flammschutzmittel und jede Menge Kunststoffe enthält, die oft nur unzureichend recycelt werden können.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt daher lieber hochwertige, langlebige und reparierfähige Produkte zu kaufen und bei Smartphones auf Geräte mit austauschbarem Akku zu setzen. Dabei ist zu beachten, dass mit dem Leistungsspektrum der Geräte auch ihr Energiehunger steigt. Die vorgesehenen Energiespar-Features neuer Rechner sollten deswegen genutzt werden. Ältere Modelle haben diese zwar nicht immer, verbrauchen aber dennoch deutlich weniger Strom. Wenn man nur „einfache“ Arbeiten am Rechner durchführen muss, wie Textdokumente erstellen, lohnt es sich daher, möglichst lange mit einem Computer auszukommen. Sollte mal etwas kaputt gehen, ist es oft günstiger, nach Reparaturmöglichkeiten zu fragen. Jede wichtige Komponente eines Rechners lässt sich so ersetzen, dass sie sich nach zwei Monaten ökologisch amortisiert hat. Ab dann spart die Reparatur gegenüber der Neuanschaffung viel Energie. Falls die Anforderungen eines Gerätes für den persönlichen Gebrauch nicht mehr ausreichen, muss es nicht weggeworfen werden. Funktioniert das Gerät noch, kann man versuchen, dieses zu verkaufen oder zu verschenken. Hierfür findet man im Internet zahlreiche Plattformen. Defekte Elektronikgeräte lassen sich fachgerecht in Wertstoffhöfen entsorgen oder werden gegen eine geringe Gebühr vom örtlichen Entsorger abgeholt.

Quelle: BUND

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Pflanzengifte im Garten

Der Einsatz von Pflanzengiften im Garten ist zwar sehr bequem, aber auch höchst bedenklich. Besonders, wenn es sich um
chemische Unkrautvernichtungsmittel wie Roundup und andere glyphosathaltige Produkte handelt, die alle Pflanzen bei Besprühen ausnahmslos abtöten.

Lesen Sie dazu einen offenen Brief des  Umweltinstitut München e.V.

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Umwelt- und Sozialstandards für Kleidung

Sie haben ein Kleidungsstück gesehen, das Ihnen gefällt und auch noch günstig ist? Wir empfehlen Ihnen: Lesen Sie das Kleingedruckte, ehe Sie zuschlagen! Denn auch für Kleidung gibt es Umwelt- und Sozialstandards. Und Ihre Haut dankt es Ihnen auch.

Ein Großteil unserer Kleidung wird in Ländern wie China, Bangladesch oder Indien mit hohen Umweltbelastungen und unter oft katastrophalen Arbeitsbedingungen produziert. Wie katastrophal zeigen die Berichte der letzten Zeit im Fernsehen. Erinnern Sie sich noch an den Einsturz einer Bekleidungsfabrik, 2013 in Bangladesch, der über 800 Tote gefordert hat? Und dass bestimmte Discounter dort Bekleidung produzieren ließen (und immer noch lassen), die im Laden in Deutschland halb geschenkt zu haben war(und immer noch ist)? Jeans für 15 Euro, ein echtes Schnäppchen. Nur nicht für die Näherinnen, die - wie moderne Sklavinnen - Tag für Tag 14 Stunden oder mehr schuften, mit Minimalpausen und unter nur schwer vorstellbaren Bedingungen (Hungerlöhne, hohe Temperaturen, miese Luft, wenig Licht). Auch heute noch, trotz der vielen heiligen Versprechen der Discounter und der Sklavenhalter.

Wer beim Kleidungskauf möglichst umweltfreundlich und sozial akzeptabel handeln möchte, dem empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), auf entsprechende Label zu achten. Durchblick im Dickicht der vielen Kennzeichnungen bringt die Internetseite www.label-online.de. Dort lässt sich schnell erfassen, welches Zeichen welche Bedeutung hat. Leider gibt es noch keine geeigneten Standards für sämtliche gefährlichen Chemikalien. Trotzdem ist es ein erster Schritt, wenn mit Öko-Siegeln gekennzeichnete Produkte bevorzugt werden. Empfehlenswert sind vor allem Produkte aus Bio-Baumwolle.

Im Durchschnitt besitzt jeder Deutsche heute viermal soviel Kleidung wie im Jahr 1980. Das ist für viele Leute noch lange kein Grund, sich nicht jedes Jahr einen Haufen neuer Klamotten zu kaufen (und die alten in den Müll zu werfen). Wenn es denn trotzdem sein muss, sollte man Kleidung bevorzugen, die handwerklich von guter Qualität ist, denn sie nützt der Umwelt mehr als Wegwerfware. Von Textilien mit den Hinweisen "Separat waschen" oder "Vor dem Tragen waschen" rät der BUND ab. Auch Adjektive wie "bügelfrei" oder "knitterarm" weisen auf schädliche Chemikalien hin. Dass die Kleidung unter menschenwürdigen Bedingungen produziert wurde, wird bei Fairtrade-Produkten garantiert. In vielen Städten gibt es sogenannte Green-Concept-Stores. Diese Geschäfte bieten nur Kleidungsstücke aus ökologischer Produktion an, aus Recycling- oder gar veganen Materialien, sozial und fair hergestellt. Wo es diese Läden gibt, lässt sich beispielsweise im Internet bei www.gruenemode.de unter "Die grüne Liste" nachlesen.

Quelle: BUND

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Gegen den geplanten Verschleiß von Produkten

Eine allzu kurze Lebenszeit eines Produktes, im Fachjargon geplante Obsoleszenz genannt, verärgert nicht nur den Käufer und Verbraucher, sondern führt auch zu wachsenden Müllbergen.  

Wir verschwenden immer mehr natürliche Ressourcen
- auch weil Geräte immer schneller kaputt gehen und nicht mehr zu reparieren sind. Dass Hersteller ihre Geräte vorsätzlich so konstruieren und bauen, dass sie nach wenigen Jahren unbrauchbar werden, zeigt eine Studie über die "Geplante Obsoleszenz".  Schon während des Herstellungsprozesses würden in Produkte Schwachstellen eingebaut, für Einzelteile Material minderer Qualität verwendet oder das Produkt sei so konstruiert, dass es keine Reparaturen zulasse oder nur zu einem hohen Preis. (Studie von Stefan Schridde und Christian Kreiß,  
www.murks-nein-danke.de)

Tipps gegen die Obsoleszenz:

  • Verbrauchermacht und Anforderungen der kaufenden Gesellschaft. Nach langlebigen Produkten fragen, Reparierbarkeit, Ersatzteilverfügbarkeit erfragen, Baustein- oder Baukastenprinzip, regionale Wartung, Wiederverwertbarkeit und Weiterverwendbarkeit.

  • Umweltzeichen. Auf Gütesiegel wie "Der Blaue Engel" achten.

  • Produktbewertungen. Vor dem Kauf Marktchecks lesen wie marktcheck.greenpeace.at,  Warentests wie www.test.de oder Produktempfehlungen wie www.ecotopten.de .

  • Produkte nutzen statt besitzen. Produkte ausleihen, mieten, Gebrauchtes kaufen.  Im Aufschwung sind Kleidertauschparties, Autogemeinschaften, Nachbarschaftsgärten, Tauschringe und Gebrauchtwarenbörsen.


Kommentar: seit Neuestem werden Forderungen laut (auch von Politikern), der geplanten Obsoleszenz den Kampf anzusagen. Und richten soll es (wieder einmal) die Politik. Da stellt man sich natürlich die Frage, ob die Politik schon jemals der Industrie gesagt hat, wo es lang geht. Und die Antwort heißt leider: Andersrum wird ein Schuh daraus. Siehe z. B. die Brüsseler Posse um die Reduzierung der Kfz-Abgaswerte. Hat zwar nichts mit Obsoleszenz zu tun, zeigt aber sinnfällig, wer in Deutschland wem sagt, wo es lang geht.
Murks & Co können Sie hier melden:  
www.murks-nein-danke.de/murksmelden

Quelle: UmweltBriefe 07-11.4.2013 www.umweltbriefe.de

Mehr zum Begriff Obsolenz in unserem kleinen Umweltlexikon  

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Darf die Bioplastiktüte in den Bioabfall?

In letzter Zeit tauchen immer häufiger sogenannte Bioplastiktüten bzw. -beutel auf, hergestellt aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen, die angeblich kompostierbar, also biologisch abbaubar sind. Zum einen  werden sie gezielt für die Verpackung von Bioabfällen angeboten (damit der abgenagte Knochen nicht zwei Wochen in der Biotonne vor sich hin stinkt). Zum anderen müssen Geschäfte für alle diejenigen, die immer noch ohne Einkaufstasche einkaufen, ein Behältnis bereithalten. Und das ist immer häufiger eine Bioplastiktüte, welche die Leute dann zum Einwickeln ihres Bioabfalls nutzen. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass Erdöl, die Basis konventioneller Kunststoffe, allmählich knapp und damit zu teuer für die Herstellung von Wegwerftüten wird. Also muss der Biokunststoff PLA ran (PLA = Ableitung von engl. polylactic acid, deutsch Polylactide, auch Polymilchsäuren genannt).

Da der Biomüll jedoch vielerorts (wie auch im Landkreis Böblingen) nicht kompostiert, sondern in Vergärungsanlagen zur Erzeugung von Biogas verwendet wird, bereiten diese Biokunststoffe bei der Verarbeitung große Probleme.
Die Biobeutel/-tüten sind auf den ersten Blick nicht von anderen Plastiktüten zu unterscheiden; deshalb müssen sämtliche Plastiktüten (wie auch in unserer in der Leonberger Vergärungsanlage), ob abbaubar oder nicht, als Störstoffe vollautomatisch aussortiert und  kostenintensiv als Restmüll entsorgt werden. Da sich diese Biokunststoffe zu langsam zersetzen, wären sie sonst nach dem Vergärungsprozess als Fremdstoff im Frischekompost wieder zu finden. Dadurch würde die Qualität des Endprodukts schlechter und wiederum dessen Vermarktung erschwert werden. Wer möchte schließlich in seiner Blumenerde Plastikfetzen finden.

Deshalb sollten Sie Ihre Bioabfälle nur in Papiertüten oder in Zeitungspapier einwickeln, ehe sie in der Biotonne landen. Die Plastiktüten, egal ob Bio oder nicht, nutzen Sie für die Entsorgung von Restmüll. Lesen Sie dazu auch die offizielle Internetseite des Abfallwirtschaftsbetriebs Böblingen:
http://www.lrabb.de/,Lde/start/Abfallwirtschaft/Befuellung+der+Biotonne.html

Aber auch im privaten Kompost verrotten Bioplastiktüten nur äußerst langsam, weil sie dafür Sonnenlicht und Sauerstoff benötigen und mitten im Komposthaufen oder im geschlossenen Thermokomposter scheint die Sonne dann doch eher selten.... Übrigens: das mit dem Sonnenlicht und dem Sauerstoff ist nicht auf unserem Mist gewachsen, vielmehr ist es eine Herstellerangabe. So trägt z. B. eine Bioplastiktüte von "biodegradable" (www.papier-roemer.de) ein Logo mit der Aufschrift "Die neue Umweltfreundliche Hemdchen-Tragetasche". Auf einem großen grünen Baum steht geschrieben: "Diese Folie ist unter Einfluss von Sauerstoff und Sonnenlicht vollständig abbaubar."

Wir wollen hier die Bioplastiktüte nicht in Bausch und Bogen verdammen. Die Alternative Papiertüte ist nicht umfassend einsetzbar und besitzt angeblich eine schlechtere Ökobilanz als die Bioplastiktüten. Außerdem: Die Bioplastiktüte, die man im Laden bekommt, ist - verglichen mit der ordinären Plastiktüte - immer noch das kleinere Übel.  Andererseits ist es nicht so, dass der Biokunststoff die Eier legende Wollmilchsau ist, wie uns die Hersteller und vor allem die Nutzer weismachen wollen (z. B. der Lebensmittelhersteller Danone, der seit einiger Zeit seine Joghurt in Bioplastikbecher füllt und nicht vergisst, die Umweltfreundlichkeit seines Tuns gebührlich zu loben).  Denn zur Herstellung braucht man Stärkehaltige Basisstoffe (wie Mais, Zuckerrüben oder vergleichbare Pflanzen), deren Anbaufläche nicht mehr zur Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung steht. Außerdem werden bei der Erzeugung der Basisstoffe jede Menge Biozide und Düngemittel eingesetzt, die je nach Menge sogar zu höheren Belastungen der Umwelt führen können, als bei der Produktion der herkömmlichen Tüten aus Erdöl. Und das hört oder liest man dann natürlich von keinem Hersteller und/oder Nutzer.

Wie auch immer, wir empfehlen allen Verbrauchern, einen Einkaufskorb oder zumindest Stoffbeutel anstelle von Plastiktüten zu verwenden. Sie sind belastbarer und können jahrelang wiederverwendet werden.

Mehr über den Biokunststoff PLA lesen Sie in unserem kleinen Umweltlexikon


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Abfallvermeidung nicht möglich?

Und ob! Denn eines der wichtigsten Ziele für das Überleben unseres blauen Planeten lautet: Weniger Abfall.

Wieviel Abfall entsteht, hängt von unseren Lebensgewohnheiten ab. Fast alles, was wir kaufen, wird früher oder später zu Abfall. Dabei sind es neben den Verpackungen die vielen kleinen überflüssigen Dinge, also Einwegprodukte, Wegwerfartikel u. ä., die zu steigenden Abfallmengen führen. Überflüssige Produkte verschwenden wertvolle Rohstoffe, verbrauchen Wasser und Energie und belasten die Umwelt durch Abwasser und Abgase. Jeder kann durch bewusstes Verhalten dazu beitragen, die Abfallflut einzudämmen. Abfallvermeidendes Verhalten bedeutet, seinen Alltag verantwortungsbewusst, modern, vorausschauend zu gestalten.

Die eleganteste und sinnvollste Abfallvermeidung heißt Abfälle erst gar nicht entstehen zu lassen und zwar durch:

  • Tauschen, Leihen und Mieten von Produkten

  • Kauf von Second-Hand-Produkten

  • gemeinsames Nutzen von Produkten

  • bewußten Einkauf von: Recycling-Produkten, regionalen und langlebigen Produkten


Viele kleine Schritte im Haushalt, bei der Arbeit und in der Freizeit summieren sich zu großer Wirkung. Folgende Tipps sollen Ihre Fantasie anregen!

Haushalt

  • langlebige, reparaturfreundliche Geräte kaufen

  • Produkte aus der Region bevorzugen

  • auf umweltfreundliche Materialien achten

  • Stoffhandtücher statt Papierküchenrollen verwenden

  • Mehrweggeschirr bei Parties benutzen

  • Zeitschriften und Bücher mit den Nachbarn gemeinsam nutzen

  • Akkus statt Batterien verwenden


Kinder

  • Kinderkleidung im Second-Hand-Laden kaufen

  • Einwegwindeln durch Windeldienst ersetzen

  • Mehrwegbehältnisse für die Schule verwenden, z. B. für Butterbrote, Getränke, Joghurt


Einkauf

  • Obst und Gemüse möglichst unverpackt kaufen

  • Einkaufstasche oder -korb nicht vergessen

  • Eigene Behältnisse zum Metzger, Bäcker oder Käseladen mitnehmen

  • Mehrwegsysteme bevorzugen, z. B. bei Milch, Joghurt, Getränken

  • Produkte aus Recyclingmaterialien kaufen, z. B. Druckerpapier, Toilettenpapier, Papiertaschentücher


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Augen auf beim Computerkauf!

Wer beim Computerkauf nur den Schnäppchen hinterherjagt, ist schlecht beraten (auch wenn er denkt, er sei nicht blöd). Was die Werbung verschweigt: Genauso wichtig wie Gigabyte und Pixelzahl ist der Energieverbrauch. Ein ineffizienter Rechner verbraucht im Vergleich zu einem effizienten der gleichen Leistungsklasse bis zu zwei Drittel mehr Strom. Das hat das Umweltbundesamt ermittelt.


Noch ein Wort zur Entsorgung: Ausgediente PCs, Bildschirme und Drucker (sowie andere angeschlossene Geräte müssen fachgerecht entsorgt werden, denn sie enthalten Giftstoffe wie Blei, PVC, Quecksilber und Weichmacher. Kommunale Sammelstellen (z. B. dafür eingerichtete Wertstoffhöfe) nehmen sie kostenlos entgegen und sorgen so für die Rückgewinnung wertvoller Inhaltsstoffe wie Gold, Silber, Tantal oder Platin.

Quelle: UmweltBriefe 21-25.10.2012

Gegen Lebensmittelverschwendung: Essen nicht wegwerfen

Im Durchschnitt wirft jeder Bundesbürger pro Jahr 81,6 Kilogramm Lebensmittel weg – bundesweit knapp elf Millionen Tonnen. Davon stammen 61 Prozent aus Privathaushalten. Das macht rund 50 Kilogramm pro Kopf! Damit vernichten wir jährlich größtenteils noch genießbare Speisen im Wert von bis zu 21,6 Milliarden Euro, macht pro Kopf 235 Euro pro Jahr.

Fünf Vermeidungstipps:

  • Planvoll einkaufen. Vor dem Einkauf überlegen, welche Lebensmittel noch vorhanden und nicht mehr lange haltbar sind. Einen Einkaufszettel schreiben. Leicht Verderbliches erst kurz vor der Verwendung und nicht zu viel davon kaufen. Möglichst nicht hungrig einkaufen gehen.

  • Haltbarkeit prüfen. Häufig sind die Produkte auch noch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ohne Gefahr genießbar, wie z. B. Konserven (vor allem in Gläsern, trockene Lebensmittel, etc.). Da die Hersteller kein Risiko eingehen wollen, schreiben sie auch auf länger haltbare Produkte oft ein relativ nahes Verfallsdatum. Und dem Umsatz dient es ja auch...   Wenn klar ist, dass ein Lebensmittel noch am gleichen Tag verzehrt wird, braucht es kein allzu fernes Mindesthaltbarkeitsdatum. Hingegen tragen einige Produkte ein Verbrauchsdatum "zu verbrauchen bis....", wie Rohmilch, Hackfleisch, Hühnerfleisch oder Fisch. Diese sollten nach Ablauf des angegebenen Datums nicht mehr verzehrt werden.

  • Passende Mengen kaufen. Der Kauf einer Großpackung lohnt nicht, wenn ein Teil später im Müll landet. Bei der Packungsgröße lieber auf die Angabe des Grundpreises achten. Diese steht auf dem Preisetikett und/ oder am Regal.

  • Vorräte richtig lagern. Darauf achten, ob das Lebensmittel gekühlt oder im Dunkeln gelagert werden soll. Bei leicht verderblichen Produkten wie Fisch oder Fleisch sollte die Kühlkette nicht unterbrochen werden. Einige Obst- und Gemüsesorten sollten nicht zusammen gelagert werden.

  • Vorräte regelmäßig kontrollieren.

  • Reste weiterverwenden. Die Resteküche spart Zeit und Geld.


Mehr unter : www.jedesmahlwertvoll.de.

Quelle: www.umweltbriefe.de Ausgabe 06 - 29-3-2012

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Schädlinge umweltfreundlich bekämpfen

Nicht immer muss man mit der Kanone nach Spatzen bzw. nach einer Stechmücke schießen! Man kann Schädlinge auch umweltfreundlich bekämpfen!

Aber ncht nur im Garten können sie umweltfreundlich bekämpft werden, sondern auch im Haus sollten unliebsame Mitbewohner wie Fliegen, Mücken, Ameisen, Küchenschaben, Käfer, Motten, Silberfischchen wirksam und ohne eigene Gesundheitsgefährdung eingedämmt werden. Denn Insektenvernichtungsmittel sind auch für den Menschen problematische, hochkarätige Atem- und Nervengifte, die sich im Fettgewebe, im Gehirn und der Leber anreichern. Dazu zählen neben dem Dichlorvos (einer zähflüssigen, farblosen bis gelb-braunen Flüssigkeit, die oft als Kontakt- und Fraßgift Verwendung findet) auch die Pyrethroide (synthetisierte Chrysanthemen-Wirkstoffe). Diese Wirkstoffe sind enthalten in (Pump-)Sprays, Strips, Köderdosen, Mottenpapieren oder in Elektro-Verdampfern.

Um nicht von gierigen Stechmücken geplagt oder ständig von lästigen Fliegen umsurrt zu werden, hier einige bewährte Lösungen:

  • Dünne Nylon-Fliegengitter lassen sich schnell mit Klettband im Fensterrahmen befestigen. Luft und Licht hat freien Zutritt, nicht aber Insekten.

  • Alte Hausmittel wie Zitronenmelisse, Lavendel oder frische Geranienblätter auf der Fensterbank lassen die Plagegeister gar nicht erst ins Zimmer kommen. Ebenfalls gute Dienste leistet eine mit Nelken gespickte Zitrone, die ins Fenster oder an die Lampe gehängt wird.

  • Sehen zwar nicht schön aus, aber Leimstreifen und Fliegenklatsche helfen bei eingedrungenen Störenfrieden.

  • Gegen Ameisen oder Silberfischchen helfen einige Tropfen Lavendelöl, Backpulver oder Gewürznelken. Schlupflöcher hinter Leisten, Verkleidungen und Hohlräume aller Art sollten entfernt beziehungsweise dicht gegen den Innenraum verschlossen werden. In Hochhäusern muss besonderes Augenmerk auf die Entlüftungs- und Kabelschächte gerichtet werden. Engmaschige Drahtnetze versperren den Weg.

  • Lavendelsäckchen zwischen die Kleidung gelegt verhindern, dass Motten ihre Eier ins Wollnest ablegen.


Außerdem: Nicht alles Kleingetier muss bekämpft werden. Manche sind sogar nützlich, wie die Spinnen. Keine Angst! Sie machen Jagd auf Insekten, vor allem auf Hausstaub-Milben, die bei manchen Menschen Allergien auslösen. Jedenfalls sollte keine Spinne einfach getötet werden. Besser ist die Fangmethode: ein Trinkglas wird über die Spinne gestülpt, vorsichtig wird eine Postkarte unter den Glasrand geschoben, bis die Öffnung ganz damit abgedeckt ist. Nun sitzt die Spinne im Glas gefangen und kann aus der Wohnung entfernt werden. Im Garten kann sie dann weitere gute Dienste leisten!

(DBM-VSV, Ökotipp)

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Nachhaltigkeit im Alltag

Am 21. April 2012 fand auch in Herrenberg der Nachhaltigkeitstag mit der Aktion zum Thema Nachhaltigkeit bei der Nutzung unserer Wälder und dem fairen Handel bei der Nahrungsmittelproduktion statt. Zusammen mit dem "Weltladen" und "Greenpeace" hat unsere Bürgerinitiative die Passanten in der Tübinger Straße zum Thema Papier-Recyclingprodukte angesprochen, über gute und schleche Papiergütesiegel informiert und eine Liste mit Bezugsadressen für Recycling-Papier in Herrenberger Geschäften (und näherer Umgebung) bereit gehalten.

Aktuelle Tipps:

  • Konsequent Recyclingpapier nutzen – insbesondere gilt das bei Hygienepapieren, da man sie nur ein Mal gebraucht und sie nicht wiederverwerten kann.

  • Recyclingpapier mit niedrigem Weißegrad kaufen.

  • Getränkekartons vermeiden. Mehrwegflaschen bevorzugen.

  • Bei der Tageszeitung nach Abonnements ohne Werbebeilagen fragen.

  • "Coffee to go" ist bequem – aber schlecht für die Umwelt. Im Jahr trinken wir Deutschen aus sechs Milliarden Pappbechern (rund 50.000 Tonnen Papier).

  • E-Mails und Dokumente nur ausdrucken, wenn unbedingt nötig. Doppelseitig und mehrere Seiten auf ein Blatt kopieren oder drucken.


Die Greenpeace-Gruppe Böblingen-Sindelfingen (Umweltzentrum Sindelfingen) hat einen Ratgeber erstellt "Das Blatt muss sich wenden". Wo es in unserer Gegend zertifiziertes Umweltpapier gibt, erfahren Sie auch in diesem Ratgeber. Ausserdem informiert er über einzelne Siegel und Umweltzeichen und klärt auch darüber auf, wie Recycling genau funktioniert. Siehe auch unter: www.greenpeace.de/sindelfingen.

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Mode und Accessoires aus der Natur

Kleidung und andere Gegenstände, die nach dem Prinzip ’’Von-der-Wiege-zur-Wiege’’ anstatt nach dem Prinzip ’’Von der Wiege zur Bahre’’ - also am Ende für den Müll - produziert werden, lassen sich nach dem Tragen vollständig recyceln oder sogar kompostieren.

Nach diesem auf Englisch „cradle-to-cradle“ benannten Verfahren bieten erste Sportbekleidungshersteller verschiedene Artikel aus 100-prozentiger Bio-Baumwolle an. Zum Einfärben der Artikel werden ökologische Farbstoffe eingesetzt. Lederwaren wie Taschen, Geldbörsen, Gürtel oder Schuhe, die bisher vor allem aus der Haut von Nutz- oder Wildtieren entstehen, werden inzwischen auch aus Fischleder hergestellt. Ein süddeutsches Unternehmen stellt Fischleder-Produkte sogar aus den Rückständender ökologischen Lachszucht her. Das reißfeste und geruchlose Leder ist unter dem Namen „Nanai-Leder“ bekannt.

Andere natürliche Stoffe wie Holz, Kokos, Hanf oder Flüssigholz ersetzen umweltschädliche Materialien, wie Kunststoffe und seltene teure Metalle. Flüssigholz, das bei der Papierherstellung anfällt, ist sogar formbarer als Holz und lässt sich zu 100 Prozent recyceln. Aus Flüssigholz werden beispielsweise Schuhabsätze hergestellt.  

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist auch darauf hin, dass billiger Modeschmuck aus Kunststoff im Gegensatz zu Schmuck aus Naturmaterialien bedenkliche chemische Substanzen enthalten kann. Metallschmuck kann außerdem giftige Schwermetalle wie Nickel abgeben. Bei Schmucksteinen ist zu beachten, dass blaue Topase oder farbige Diamanten zumeist industriell unter Anwendung von Neutronen- oder Protonenstrahlen veredelt werden. Dabei werden radioaktive Strahlen freigesetzt. Bei natürlich belassenem Edelstein-Schmuck ist dies nicht der Fall. Anstatt auf die industrielle Herstellung von Schmuck setzen inzwischen viele mittelständische und kleinere Schmuckdesigner ausschließlich auf umweltfreundliche Ausgangsmaterialien.

Quelle: BUND 

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Helmtipps für Radfahrer

Radfahrer haben keine Knautschzone (jedenfalls keine, die man nach einem Unfall zum Autofriedhof bringen kann). Damit aber bei sonnigem Frühlingswetter Radfahren nicht nur Spaß macht, sondern auch sicherer wird, ist der richtige Kopfschutz ein besonders wichtiges Thema.

Passform: Nehmen Sie sich Zeit beim Kauf, stellen Sie den Helm in aller Ruhe auf die Kopfgröße ein und kontrollieren Sie den korrekten Sitz.

Sitz: Bei lose eingestelltem Kinnriemen darf der Helm nicht verrutschen, wenn Sie den Kopf nach vorn neigen.

Farbe: Eine auffallende Helmfarbe erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr.

Dekoration: Bringen Sie kein zusätzliches Dekor an, da aggressive Klebstoffe oder Farben die Stabilität der Schale beeinträchtigen können.

Reinigen: Der Helm sollte nur mit Lappen oder Schwamm und Wasser gereinigt werden. Kratzer auf der Schale vermeiden.

Temperatur: Liegt der Helm, zum Beispiel im Auto, zu lange in der prallen Sonne, kann die Außenschale Wellen schlagen, Pads und Klebebänder können sich lösen.

Ausgedient: Nach einem Crash darf ein Helm auch nicht weiter benützt werden, wenn er noch intakt aussehen sollte. Dann ist immer ein neuer fällig!

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Umweltfreundlich Urlaub machen

Mit zunehmendem Umweltbewusstsein wachsen auch  die Ansprüche. Immer mehr Menschen sind bemüht, Massentourismus zu meiden und  fragen bei der Reisenplanung nach ökologischen Kriterien.

So werden auf  Öko-Campingplätzen Strom und Wasser gespart, umweltfreundliche Reinigungsmittel  verwendet, Abfälle vermieden und Restabfälle recycelt. Eingesetzt wird Öko-Strom, Solarkollektoren übernehmen die  Warmwasserbereitung. Die Gestaltung der Plätze erfolgt naturnah,  standorttypische Pflanzen dienen der Artenvielfalt. Plastik-Spielgeräte sind tabu, die Kinder  gestalten den Spielplatz oft selbst und können auf Bäume, Felsen und Steine klettern. Gelegentlich ersetzen Naturschwimmteiche mit  Chemikalien gereinigte Pools. Im Einkaufsladen  oder der Gaststätte sind regionale Bioprodukte und Waren aus fairem  Handel im Angebot. Zertifizierte Öko-Campingplätze tragen das  Umweltsiegel Viabono, das Europäische Umweltzeichen oder das Zeichen  Ecocamping.
Für den Familien- oder Gruppenurlaub werden Öko-Ferienhäuser mit naturnahen Gärten und Ausflugszielen in der unmittelbaren Umgebung bevorzugt. Im Trend liegen  Öko-Hotels, rund fünfzig gibt es inzwischen europaweit. Auch sie tragen  Labels wie Viabono oder Biohotels.

Die  Ferien-Umweltbilanz verbessert sich entscheidend, wenn zur An- und Abreise und  für Ausflüge Fahrrad, Bus und Bahn genutzt werden. Auch beim  Radurlaub kann man mit der Bahn in viele Tourengebiete reisen.

Weitere Informationen zu Radurlauben unter: www.bettundbike.de und www.radurlaub.de.
Umweltfreundliche Reiseangebote enthält auch die Internetseite http://service.bund-naturschutz.de.
Eine Karte  mit Biohotels findet sich unter www.biohotels.info.
Mehr  Informationen zum Öko-Camping finden sich unter www.viabono.de und www.ecocamping.net.

Quelle:  BUND

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Ist Ozon gefährlich?

Auch wenn es noch nicht Sommer ist: Mit der Temperatur steigen die Ozonwerte. Stellt sich die Frage: Kann Ozon für den Menschen gefährlich sein? Dazu gibt es - wie bei anderen Umweltfragen auch - die unterschiedlichsten Meinungen. Z. B. sagt das Umweltbundesamt dazu folgendes: (Zitat) ’’Das farblose und giftige Gas Ozon ist eines der wichtigsten Spurengase in der Atmosphäre. Die in einer Höhe von 20 bis 30 km in der Atmosphäre bestehende natürliche Ozonschicht schützt die Erde vor der schädlichen Ultraviolettstrahlung der Sonne. In Bodennähe auftretendes Ozon kann schädlich für Mensch und Umwelt sein. Es wird bei intensiver Sonneneinstrahlung durch photochemische Prozesse aus Vorläuferschadstoffen (Stickstoffoxiden und flüchtigen organischen Verbindungen) gebildet. Erhöhte Ozonkonzentrationen können beim Menschen Einschränkungen der Lungenfunktion und Lungenkrankheiten hervorrufen.’’ (Zitatende)

Auf http://www.env-it.de/umweltbundesamt/luftdaten/index.html kann man sich über die aktuellen Werte informieren (ebenso über Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Feinstaub).Die Werte werden alle drei Stunden aktualisiert (imSommer ab 13:00 Uhr stündlich) undauf eine Deutschland-Karte übertragen: von hellgelb (unbedenklich) bis dunkelrot (gefährlich) zeigt die Karte, welche Städte und Regionen besonders betroffen sind. Außerdem kann man die genauen Daten der Städte nachlesen, in denen gemessen wird; sie sind nach Bundesländern sortiert. Auch eine Prognose für den kommenden Tag ist zu finden, sowie diverse Erklärungen.

Sind die Werte hoch, kann man sich - vor allem am Nachmittag - entsprechend verhalten, indem man körperliche Anstrengungen vermeidet. Und schon ehe die Werte in die Höhe gehen, kann man etwas tun: man kann seinen Organismus mit Antioxidantien versorgen, den Gegenspielern der schädlichen freien Radikale und deren negativen Wirkungen auf den Körper. Dies sind unter anderem die Vitamine C und E. Man muss deshalb aber nicht gleich in die Apotheke düsen: In Sauerkraut, Nüssen und vielen anderen Kernen, wie auch in Vollkornprodukten, Äpfeln, Brokkoli, Zwiebeln, Lauch, Paprika und Weintrauben stecken sie in reichlichem Maße.

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Schadstoffe im  Abwasser

Abfälle gehören nicht ins Abwasser. Wasser - auch Abwasser - ist ein kostbares Gut. Es sollte sparsam verwendet und vor Verschmutzung geschützt werden. Giftmüll wie zum Beispiel Medikamente oder Farbreste gehören nicht in den Wasserkreislauf. Auch wer Küchenabfälle in Bad oder Küche wegspült riskiert, dass Abwasserleitungen verstopft werden und es zu Ablagerungen kommt, die das Rohrmaterial aggressiv angreifen. Durch undichte Stellen könnten wassergefährdende Stoffe dann auch direkt in unsere wichtigste Trinkwasserressource - das Grundwasser - gelangen. Essenreste gehören in die Biotonne. Größere Mengen erst recht, denn - in die Toilette entsorgt - tragen sie unter Umständen dazu bei, unerwünschte Mitbewohner, wie Z. B. Ratten anzulocken.

Entsorgen Sie besonders Problemabfälle sachgerecht. Altbatterien können dem Handel und Altöl an Tankstellen zurückgegeben werden. Farb- und Lackreste, Säuren, Laugen, Lösungsmittel und quecksilberhaltige Stoffe sind Sondermüll und werden bei den regionalen Schadstoffannahmestellen entgegen genommen, wie z. B. im

Wertstoffzentrum Herrenberg-Kayh
Gipswerkstraße 19  (zwischen Kayh und Altingen)
Mittwoch, Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Samstag von 9.00 bis 13.00 Uhr

Wertstoffhof Böblingen-Hulb
Hanns-KLemm-Straße 31   (bei der S-Bahnhaltestelle BB-Hulb)
Montag bis Freitag 10:oo - 18:00 Uhr
Samstag 9:00 - 15:00

Sind Rohrleitungen trotzdem einmal verstopft, sollten Sie keine chemischen Abflussreiniger verwenden. Diese Mittel belasten ebenfalls unnötig die Gewässer. Der Griff zur Rohrzange und eine mechanische Reinigung verspricht mehr Erfolg und schont die Umwelt (auch die Profis benutzen Werkzeug anstelle von Chemie!). Vorbeugend können Sie grobe Schmutzstoffe aus den Wasserrohren fernhalten, indem Sie herausnehmbare, engmaschige Siebe in den Ausguss einsetzen (gibt’s in jedem Haushaltwarengeschäft).

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Nicht Rauchen – lohnt sich immer!

Rauchen ist out. Vor allem Rauchen in der Öffentlichkeit. Selbst in einem der Mutterländer des Individualismus, in Italien, wird Ernst damit gemacht. Und auch in Deutschland wird viel darüber diskutiert, ob und wenn ja, wie man das „öffentliche“ Rauchen eindämmen oder abstellen kann.
Aber nicht nur die Öffentlichkeit (also „die Anderen“), nein, die Raucher selbst werden davon profitieren. Wer nämlich seine Zigaretten endgültig beiseite legt, darf sich rasch über erste positive gesundheitliche Effekte freuen:
Nach
20 Minuten fällt der Blutdruck leicht
8 Stunden fehlt im Blut giftiges Kohlenmonoxid, der Raucheratem ist weg
1 Tag sinkt bereits das Herzinfarktrisiko
2 Tagen verfeinern sich Geruchs- und Geschmackssinn
3 Tagen bessert sich die Atmung deutlich
3 Monaten hat sich die Blutzirkulation verbessert, die Lungenkapazität ist um ein Drittel gestiegen, das Gehen wird leichter
9 Monaten treten Infektionen seltener auf, Raucherhusten und Kurzatmigkeit schwinden, die Leistungsfähigkeit steigt
1 Jahr hat sich gegenüber Rauchern das Risiko von Herzgefäßerkrankungen halbiert
5 Jahren sinkt das Schlaganfallrisiko
10 Jahren entspricht das Lungenkrebsrisiko dem von Nichtrauchern
15 Jahren ebenfalls das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Wenn das keine guten Gründe sind, mit dem Rauchen ganz schnell Schluss zu machen!

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Regenwasser zum Gießen nutzen

Mit Leitungswasser zu gießen, ist im Grunde Verschwendung von gutem Trinkwasser, teuer dazu, und die meisten Pflanzen vertragen weiches Regenwasser viel besser. Mit einer entsprechenden Tonne und einer einfachen, ins Fallrohr der Dachrinne eingebauten Vorrichtung sammeln Sie den kostbaren Regen. Viele Hersteller bieten solche Regensammler an.

Dabei ist zu beachten, dass diese Schmutzteilchen aus dem Wasser filtern oder besonders stark mit Schadstoffen belastete Niederschläge wie Nieselregen oder Nebel „aussortieren“. Mit einer entsprechen Pumpe kann man das gesammelte Wasser dann, wie gewohnt, mit dem Gartenschlauch ausbringen. Ansonsten nimmt man die gute alte Gießkanne. 

Garten- und Baumärkte halten eine Vielzahl von Regentonnen und Zubehör bereit.

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Plastiktüten? Nein danke!

Obwohl sie in den Geschäften oft bezahlt werden müssen, werden laut Umweltbundesamt jährlich mehr als fünf Milliarden Plastiktüten für den deutschen Markt hergestellt. Das sind im Schnitt 65 Tüten pro Person und Jahr. Auch als Müll- oder Frischhaltebeutel findet man Tüten aus Polyethylen in fast jedem Haushalt. Dabei vergeuden die aus Erdöl hergestellten Tüten nicht nur Ressourcen. Sie belasten auch in anderer Beziehung die Umwelt.

Plastiktüten sind biologisch nicht abbaubar, alte Tüten werden verbrannt. Dabei werden klimaschädliche und giftige Substanzen wie Formaldehyd und Phenole freigesetzt. Hinzu kommen unzählige Tüten, die falsch entsorgt werden und als Müll in der Natur zurückbleiben. Und Plastik verrottet nicht.

Aber nicht nur die Natur ist gefährdet, sondern auch viele Tiere an Land und im Wasser. Meerestiere oder Seevögel ersticken an Plastikresten. In England, Australien, San Francisco, Tansania und Ruanda sind Tragetaschen aus Polyethylen mittlerweile verboten.

Wir empfehlen Stoffbeutel statt Plastiktüten zu nutzen. Stofftaschen sind belastbarer und können jahrelang wieder verwendet werden. Und wenn es denn unbedingt eine „Plastik“-Tüte sein muss: In manchen Drogerien gibt es kompostierbare Tüten aus Cellulose und Stärke. Allerdings enthalten auch diese einen geringen Anteil einfacher Polymere, die im Kompost als gefährliche Kleinstbestandteile zurückbleiben. Die Öko-Bilanz der Alternativen fällt aber im Vergleich zu Plastiktüten trotzdem besser aus: Der Wasserverbrauch und die Freisetzung von Treibhausgasen sind bei Herstellung und Entsorgung wesentlich geringer als bei Kunststoffbeuteln.

Fazit: Auf Plastiktüten am besten ganz verzichten!

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Eier von glücklichen Hühnern: So knacken Sie den Eiercode

Hühnereier werden unter den unterschiedlichsten Voraussetzungen produziert. Vielen Verbrauchern ist das schlicht „wurscht“, viele Hühner wären hingegen froh, sie könnten da ein Wörtchen mitreden. Besonders wenn es um artgerechte Unterbringung geht, bei welcher – vielen hehren Beteuerungen zum Trotz – noch vieles im Argen liegt.

Seit etwas mehr als einem Jahr müssen die Produzenten jedes in der EU verkaufte Ei nach Haltungsform kennzeichnen. Verbraucher können so entscheiden, ob sie bestimmte Haltungsformen weiterhin unterstützen wollen. Das gebräuchlichste Kennzeichnungssystem stammt vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsform (KAT). Zahlreiche konventionelle Anbieter haben es übernommen. Dabei steht die erste von zehn Ziffern für die Haltungsform. Weniger verbreitet ist das „Orga-Inventsystem“ mit einem Buchstaben fürs Land und sechs Zahlen, von denen die vierte die Haltungsform angibt.

Das sagt die erste bzw. vierte Ziffer aus:
  0 = Bio/Öko
  1 = Freiland
  2 = Intensiver Auslauf
  3 = Boden
  4 = Voliere
  5 = Batterie

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CDs und DVDs – zu schade für den Müll!

Beschädigte Musik-CDs, Scheiben mit altem „Computer-Kruscht“ (für die Norddeutschen: Mit „nicht mehr benötigtem Zeug“) oder Werbung sind zu schade für die Restmülltonne. Sie werden besser recycelt. CDs und DVDs bestehen hauptsächlich aus dem Kunststoff Polycarbonat. Der lässt sich problemlos aufbereiten und in hochwertige Produkte für Medizintechnik, Automobile und Computer umwandeln. Unter anderem nimmt die Computerkette „Vobis“ alte Scheiben an. Die Telekom und der Internetprovider AOL nur die von ihnen herausgegebenen (Stand 01/2005).

Weitere Adressen zur CD- und DVD-Verwertung finden Sie in dem übersichtlichen, kostenlosen Faltblatt:
    CD-Recycling - Leitfaden zu umweltgerechtem Umgang mit CDs
Herausgegeben vom Umweltbundesamt Berlin:   www.umweltbundesamt.de

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Umweltgifte suchen und finden

Die Luft in den eigenen vier Wänden kann krank machen. Es ist oft nicht einfach, die Quelle einer Belastung zu finden, denn verschiedene chemische Substanzen können in Innenräumen herumschwirren. Analysen sind nicht billig und verwirren unter Umständen mehr als dass sie aufklären. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt deshalb, sich bei der Schadstoffsuche gut beraten zu lassen.

Zur Herstellung von Baumaterial, Möbeln und Haushaltsgegenständen werden Chemikalien verwendet, deren Wirkung auf den Menschen oft wenig erforscht ist. Auch nachweislich gesundheitsschädliche Stoffe werden weiter eingesetzt. Da sie im Material gebunden sind, gelten sie zumeist als unbedenklich. Dennoch gasen sie aus. "Leicht flüchtige" Chemikalien wie z. B. Lösemittel entweichen schneller und in höheren Konzentrationen als "schwer flüchtige" wie z. B. Holzschutzmittel. Diese gasen nur langsam aus und lagern sich an Staubteilchen und Oberflächen ab. Mit dem Hausstaub werden sie in der Wohnung verteilt und können über Hautkontakt oder die Atemluft in den Körper gelangen. Betroffene klagen über Reizungen der Augen und Atemwege, über Asthma, trockene oder gerötete Haut, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen.

Nach Wohngiften kann auf verschiedene Art gesucht werden. Bei einem Verdacht bietet sich als erstes eine so genannte Hausstaubanalyse an. Hierbei wird der Inhalt eines Staubsaugerbeutels auf die wichtigsten Chemikalien hin untersucht. Je nach Befund kann dann gezielt nach Schadstoffquellen gefahndet werden.

Die "Stiftung Warentest" hat dazu eine Testreihe entwickelt, mit der Hausstaub untersucht werden kann. Weitere Tests der Wohnraumluft gibt es auf Lösemittel- oder Aldehyde-Rückstände. Die Tests lassen sich per Fax unter der Rufnummer 09001-51001085 71 abrufen.

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Kein Fall fürs Klo!

Vielen Menschen dient das WC als Müllschlucker. Deshalb sind immer teurere Verfahren erforderlich, um das Abwasser in den Kläranlagen so zu reinigen, dass es guten Gewissens in die Flüsse geleitet werden kann.

Hier ein paar Tipps für die private ‘’Abfallwirtschaft’’:

  • Watte, Windeln, Kondome, Tampons, Zigarettenkippen und Katzenstreu gehören in die Restmülltonne. Über das WC entsorgt, verstopfen sie schnell die Rohre und müssen im Klärwerk aufwändig wieder aus dem Wasser gefischt werden.


  • Flüssiges Speiseöl und Frittierfett wandern ebenfalls in die Restmülltonne. Essenreste in die Bio-Mülltonne. Speisereste im WC erhöhen den schädlichen Nährstoffgehalt des Abwassers.


  • Auch Arzneimittel sollten Sie nicht in der Toilette hinunterspülen. Medikamente sind bereits ein großes Problem in den Flüssen. Die sicherste Entsorgung ist die Rückgabe in der Apotheke.


  • Farben, Lacke und Lösemittel dürfen wegen ihres hohen Schadstoffgehalts ebenfalls nicht ins Abwasser gelangen. Ebenso wenig Dünger und Schädlingsbekämpfungsmittel. 

Quelle: Zeitschrift test, Ausgabe 1/2009

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Wenn’s geschneit hat: Fegen, Schippen, Salzen oder Streuen?

Am besten ist es, den Schnee gleich wegzuräumen. Nicht nur Streusalz, auch abstumpfende Streumittel wie Sand, Splitt und Granulat belasten die Umwelt. Denn um sie herzustellen, auszubringen und wieder einzusammeln braucht es Energie, besonders wenn Streu- und Kehrfahrzeuge eingesetzt werden. Im Winterdienst der Städte und Kommunen ist es nach neueren Studien unter bestimmten Bedingungen sogar sinnvoller, gezielt Feuchtsalz (siehe unten) zu streuen. Für den Privatgebrauch empfiehlt der BUND, auf Salz zu verzichten und andere Streumittel nur sparsam zu verwenden.

In einigen Gemeinden ist Salz streuen für Privatleute verboten oder nur im Notfall wie etwa bei Eisregen erlaubt. Denn das Salz belastet Böden und Gewässer, greift Pflanzenwurzeln und Tierpfoten an. Die Schäden an Bäumen und Sträuchern zeigen sich vor allem in den folgenden Sommermonaten. Korrosionsschäden an Fahrzeugen und Brücken gehen ebenfalls häufig auf das Konto von Streusalz. Auch Schuhe und Kleidung werden in Mitleidenschaft gezogen.

Bei Schneefall reicht es meist aus, Gehwege gründlich mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Splitt oder Granulat können hingegen giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten. Streumittel mit dem Umweltzeichen ''Der Blaue Engel" sind weitgehend frei von umweltschädlichen Stoffen.

Gebrauchtes Streugut gehört weder in die Mülltonne noch in die Kanalisation, sondern sollte von der Stadtreinigung aufgekehrt werden. Weitere Informationen unter http://www.blauer-engel.de

Quelle: BUND

Feuchtsalz ist eine Mischung aus trockenem Auftausalz und Salzlösung. Die Vorteile werden in WIKIPEDIA so erklärt:
Die auftauende Wirkung von Salz beruht auf der Gefrierpunkterniedrigung einer Salzlösung. Salzlösungen haben einen niedrigeren Gefrierpunkt als Wasser, dieser sinkt mit zunehmender Salzkonzentration weiter ab. Das heißt, sie gefrieren erst bei wesentlich höheren Minustemperaturen. Bringt man das Salz trocken aus, muss sich auf der Straße erst einmal ein Feuchtigkeitsfilm bilden, damit sich Salzlösung entstehen kann. Und das kann dauern.  

Bringt man das Salz direkt als Salzlösung auf, dann setzt der Tauvorgang wesentlich schneller ein, da nichts mehr angefeuchtet werden muss.  Außerdem treten weniger Verluste bei der Ausbringung auf, da keine trockenen Salzkristalle auf der Straße liegen, die vom Wind oder Verkehr weggetragen werden könnten. Mit einer solchen Salzlösung würde jedoch auch ein großer Wasseranteil ausgebracht, der die Gesamtsalzkonzentration auf der Straße wieder absenkt. Es müsste also entsprechend mehr Salz gestreut werden, um dieselbe Auftauwirkung zu erreichen. Dieses würde eine höhere Belastung der Umwelt und höhere Kosten verursachen.

Beim Feuchtsalzstreuverfahren kombiniert man die Vorteile der beiden Streustoffe Trockensalz und Salzlösung miteinander und erreicht so eine schnellere Wirkung und geringere Wehverluste bei gleichzeitiger Verwendung geringerer Salzmengen und höherer Wirksamkeit.

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Klima schützen - Umwelt schützen einfach gemacht: Wechseln Sie ihren Stromanbieter!

Bezahlen Sie nur noch für Strom aus erneuerbarer Energie; fördern Sie gezielt den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energiequellen; ebnen Sie einer dezentralen Versorgung mit erneuerbaren Energien den Weg, die für mehr Umweltschutz, Sicherheit, Wettbewerb und Arbeitsplätze sorgen wird; leisten Sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Zeigen Sie gezielt Energie- Unternehmen die rote Karte, die gegen den Atomausstieg agieren, das Kyoto-Protokoll in Frage stellen und versuchen, den Ausbau der erneuerbaren Energie zu bremsen.

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